
Redebeitrag zu SV 2018/346-07 „Sanierung und Aufwertung der Freiflächen der Kaiserpfalz im Rahmen des Programms „Nationale Projekte des Städtebaus“, Sanierung der Freiflächen der Kaiserpfalz und des Pfalzgartens, Projektfeststellungsbeschluss“, 25.02.2025
Es ist eine Paradebeispiel exerziert worden mit einer öffentlichen Mitteilung, die Ratsmitglieder und die Bevölkerung sehr verunsichert hat.
Goslarerinnen und Goslar haben sich über Weihnachten, statt Geschenke auszupacken, mit dem Papier zu dieser Wegeführung befasst. Fazit: Unmöglich, das soll man doch alles so lassen, wie es ist.
Erst danach wurde nach 1,5 Jahren eine Sanierungsbeiratssitzung „Kaiserpfalz und südliche Wallanlagen“ einberufen – Begründung: Es gab keine Tagesordnungspunkte. 1,5 Jahre lang, da frage ich mich wirklich, ob wir diesen Sanierungsbeirat überhaupt noch aufrechterhalten müssen.
Das gesamte Konzept wurde dann in der Sitzung dargestellt, auch die neue Wegeführung. Dabei wurde festgestellt, dass die Wegeführung nicht auf städtischen Grund und Boden stattfindet, sondern auf Landeseigentum. Der entscheidene Satz des Landesamtes für Denkmalpflege: „Wir haben uns aufgrund der geschichtlichen Entwicklung wieder für eine veränderte Wegeführung entschieden (Wir sind Geldgeber + Eigentümer). Wir halten es für sinnlos, sich da weiter mit der Denkmalpflege zu unterhalten. Es bringt definitiv nichts, sie haben ihre Meinung und das wollen Sie auch so durchziehen.
Lediglich die Randbereiche, also die Verkehrsführung zur Kaiserpfalz, entlang der neuen Stadthalle, soll neu gestaltet werden und eine Stellfläche, eine Bühne soll gewährleistet sein, damit auf jeden Fall weiter Festivals stattfinden können, darauf haben wir im Sanierungsbeirat Wert gelegt. Auch soll der Weg keine Laternen beinhalten, sondern eine übergehbare Bodenbeleuchtung. Auch die steile Treppe von der Straße soll wieder gefahrlos hergerichtet werden.
Als CDU-Ratsfraktion haben wir festegestellt, dass das Konzept für uns schlüssig ist und dass das ins Weltkulturerbe reinpasst. Ob diese neue Wegeführung allen passt oder nicht, darüber können wir hier zwar disktuieren, aber bei Landeseigentum haben wir gar keinen Einfluss.
Wir werden also diesen Planungen zustimmen und die Wegeführung zur Kenntnis nehmen.
Claus-E. Roschanski, Ratsherr