CDU Ratsfraktion Goslar
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08.02.2021, 14:55 Uhr
CDU fordert Fingerspitzengefühl
Pressemitteilung vom 06.02.2021
 
 
Die CDU Ratsfraktion ist erschreckt über ein öffentliches Vorpreschen der SPD in Sachen Harzer Grauhof. Es sei gut, wenn man sich über die Zukunft Goslarer Betriebe Gedanken macht und Ideen einbringt, wie nun in Bezug auf Harzer Grauhof. Dann müsse man allerdings auch das notwendige Fingerspitzengefühl mitbringen, das solche Prozesse erfordert.
„Wirtschaftsförderung betreibt man nicht über die Zeitung. Investoren schrecken davor zurück, wenn Namen in so frühen Stadien bereits über die Zeitung geteilt werden. Solche Aufgaben gehören in die Hand der Stadt“, meint Wirtschaftsausschussvorsitzender Ralph Bogisch. Schließlich gebe es dafür die Wirtschaftsförderung. „Scheinbar traut die SPD dem städtischen Wirtschaftsförderer Dirk Becker das nicht zu. Oder der schnelle Aufschlag in der Zeitung war wichtiger als die Sache selbst“, mutmaßt Pascal Bothe und verweist darauf, dass auch die öffentliche Nachfrage der SPD, wie denn der weitere Ablauf am Gelände der ehem. kath. Kirche in Sudmerberg sei, für Verärgerung beim Investor gesorgt habe. Auch hier wurde über die Zeitung mit dem Investor kommuniziert, statt den direkten Draht zu suchen. 
 
Auch für Harzer Grauhof und Ideen für die Zukunft gilt: Es wäre doch sinnvoller gewesen, wenn man die Stadt gebeten hätte, diese Gedanken in entsprechende Gespräche einzubringen und der Sache damit mehr Gewicht zu verleihen. „Meint die SPD wirklich, dass ein Weltkonzern wie Coca Cola ernsthaft auf Goslar aufmerksam wird, wenn ehrenamtliche Kommunalpolitiker einen Brief schreiben?“, fragt Bogisch. 
 
Die CDU will das Thema in der Hand der Stadt wissen und hat daher eine Ratsanfrage eingereicht - die Stadtverwaltung soll im kommenden Wirtschaftsausschuss Stellung nehmen, welche Aktivitäten und Gespräche bislang zwischen Brunneneigentümer, Stadt und möglichen Partnern gelaufen sind.
 
Pascal Bothe
Ralph Bogisch
 
aktualisiert von Norbert Schecke, 08.02.2021, 14:58 Uhr