CDU Ratsfraktion Goslar
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21.01.2021, 16:35 Uhr
CDU fordert Trinks zu sozialverträglicher Vorgehensweise auf
Pressemitteilung vom 19.01.2021
 

Infolge des Austausches zwischen Kommunalpolitik und Geschäftsführung der Firma Trinks von letzter Woche meldet sich die CDU Fraktion im Rat der Stadt Goslar zu Wort und zeigt sich enttäuscht über das Ergebnis. Dies ist einer Stellungnahme der CDU Fraktion in Person von Ralph Bogisch, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses und Norbert Schecke, Fraktionsvorsitzender zu entnehmen, die an der Gesprächsrunde teilgenommen haben.

„Wir sind sehr optimistisch in diesen Austausch eingetreten und haben uns über das Gesprächsangebot von Trinks gefreut.“ schildert Ralph Bogisch seinen Eindruck zum Gespräch zwischen Kommunalpolitik und Geschäftsführung des Betriebes. „Die unternehmerische Entscheidung trifft Goslar hart, lässt sich aber nicht zurückdrehen“ bestätigt Bogisch, macht aber auch deutlich, dass „die Argumentation und Begründung für die Schließung der Zentrale nicht geteilt werden“. 

Verwundert zeigt sich Norbert Schecke über die Form, wie mit den Mitarbeitern umgegangen wird. 

„Der Erhalt von Arbeitsplätzen ist für uns nicht wirklich zu erkennen“ so Schecke, und verweist auf die inzwischen ergangenen Änderungskündigungen mit kurzer Entscheidungsfrist von drei Wochen. „Wie soll zu diesem frühen Zeitpunkt bereits eine Entscheidung für einen Umzug getroffen werden, wenn beispielsweise eine Familie, eine Hausfinanzierung oder ein rentennahes Dienstalter zu berücksichtigen sind“ beschreibt Schecke die Situation vieler Mitarbeiter.

„Wir fordern ein starkes Engagement zugunsten sozialgerechter Lösungen für die Mitarbeiter“ wird Bogisch deutlich. „Hierfür wurden seitens der Kommunalpolitik auch konkrete Vorschläge unterbreitet“ erläutert Bogisch. „Die Einrichtung von Heimarbeitsplätzen, die Anbindung an regionale Filialen des Unternehmens sind nur erste Beispiele“, konkretisiert Schecke. „Leider fanden diese Ansätze bisher keine Erwiderung oder stoßen überhaupt auf eine Diskussionsbereitschaft.“ weiß Schecke aus dem Kreis der Mitarbeiter und zeigt sich enttäuscht.

Unverständnis herrscht auch über die Kommunikation des Unternehmens im Nachgang zum Austausch letzten Donnerstag. Darin ist zu lesen, dass keinerlei Gesprächsbereitschaft seitens der Politik und des Oberbürgermeisters gäbe. 

„Dies ist schlichtweg falsch, wenig zielführend und ist eher von Eigeninteressen geprägt.“ stellt Schecke klar.

„Wir fordern die Geschäftsführung auf, fair in der Situation zu bleiben, alternative Lösungsmodelle, gerade für besonders betroffene Mitarbeiter/-innen zu entwickeln und den Übergang so positiv wie möglich zu gestalten.“ meint Bogisch und zielt dabei auch auf die Motivationslage der Belegschaft ab.

Abschließend verweisen Bogisch und Schecke darauf, dass gewünschte Unterstützung bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen im Raum Goslar sicher organisiert werden kann und sehen hier auch die städtische Wirtschaftsförderung als kompetenten Ansprechpartner im Boot.

Für die CDU Fraktion

Ralph Bogisch, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses 

Norbert Schecke, Fraktionsvorsitzender

aktualisiert von Norbert Schecke, 21.01.2021, 16:37 Uhr