CDU Ratsfraktion Goslar
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30.10.2020, 17:12 Uhr
"Wir leben Goslar"- CDU-Countdown für die Wahl
Goslarsche Zeitung, 30.10.2020, Redakteur Jörg Kleine
 

Frischer, digitaler und im möglichst engen Dialog mit den Menschen will die CDU in den kommunalen Wahlkampf gehen. Auftakt ist der 1. November. Das Motto: „Wir leben Goslar.“

2021 wird einmal mehr zum Superwahljahr. Am 12. September 2021 ist Kommunalwahl und noch im gleichen Monat folgt voraussichtlich die Bundestagswahl. Dabei geht es beim kommunalen Urnengang im Landkreis Goslar nicht nur Kreistag, Stadt- und Gemeinderäte, sondern auch um Landrats- und Bürgermeisterwahlen–beispielsweise um den Chefsessel im Rathaus der Kaiserstadt.

„Goslar.direct“

Die Corona-Pandemie funkt allerdings gehörig dazwischen. So muss die übliche Mitgliederversammlung bei den Christdemokraten ausfallen, und auch der bevorstehende Wahlkampf steht unter völlig neuen Vorzeichen. All dem will die CDU mit dem Konzept „Goslar.direct“ begegnen. Dies machen der Goslarer CDU-Chef Axel Bender, Fraktionsvorsitzender Norbert Schecke, Stellvertreter Armin Nitsche und Fraktionsgeschäftsführer Pascal Bothe im GZ-Gespräch deutlich.

Anderthalb Jahre hat die Goslarer Union in Arbeitsgruppen Ideen und strategische Bausteine zusammengetragen. Ergebnis ist eine Bürgerplattform, über die sich Bürger vor allem digital vielfältig einklinken sollen: Was bewegt die Goslarer? Welche Themen und Probleme gilt es anzupacken? „Und was können wir besser machen?“, erklärt Bender. Zentrale digitale Anlaufadresse ist vom 1. November an die neue Homepage www.goslar.direct.

Noch läuft unter dieser Internet-Adresse nicht mehr als eine blaue Seite mit Countdown, doch die soll am 1. November dann scharf geschaltet werden. Parallel dazu spannt sich samt Social-Media-Kanälen, über die alle Interessenten mit der Goslarer CDU in Kontakt treten können, schildert Pascal Bothe.

Sechs Kernthemen, die „Mega-Themen“, rückt die CDU dabei selbst in den Vordergrund – mit knackigen Thesen:

Sechs Zukunftsthemen

Wirtschaft: Starker Mittelstand vor Ort, Bocksberg statt Zugspitze und Fische(mäker) statt Amazon.

Stadtentwicklung: Generationengerechtes Wohnen, wohnortnahe Versorgung in Kernstadt und Stadtteilen. Devise: „Einen alten Baum verpflanzt man nicht.“

Mobilität: Zukunftsfreundliche Konzepte, „starten statt warten“.

Digital: Bürgerfreundliche Verwaltung, online statt offline, Rathaus „24/7 statt Nummer 247“.

Freizeit: bessere Sportstätten und moderne Freizeitangebote.

Umwelt: Lebensraum erhalten, „Natur erleben statt Wald zerlegen“. Und das nicht ohne provokante These: „Grün ist das neue Schwarz.“

Somit geht es der Union unter „Goslar.direct“ nicht um die typische Meckerecke, sondern „um eine Gestaltungsseite“, zu der Bürgerinnen und Bürger beitragen sollen, macht Bothe klar.

Stadt und Stadtteile

Beispiel Stadtentwicklung: Noch im vorigen Kommunalwahlkampf hat die CDU weitere Neubaugebiete kritisch betrachtet, doch haben sich die Zeiten geändert, schildert Schecke. Stadtentwicklung und Baupolitik müssten nunmehr so ausgerichtet werden, dass Menschen über alle Generationen hinweg ein attraktives Umfeld in der gewohnten sozialen Umgebung vorfinden – ob Familien oder Senioren, ob in Sudmerberg, Hahnenklee oder Vienenburg.

Namen und Kandidaten

Diese Art der Stadtentwicklung soll Goslars Zugkraft auch im Wettbewerb mit Metropolregionen unterstreichen. Devise: Warum Braunschweig oder Hannover, wenn es im Job durch Homeoffice und gute Verkehrsverbindungen auch in Goslar wunderbar leben lässt?

Beim Thema „Mobilität“ innerhalb der Stadt sind wiederum gezielte Besucherlenkung, E-Mobilität und „Smart City“ gestaltende Zukunftsfaktoren für die CDU.

Gestaltende Kräfte für das digitale Konzept „Goslar.direct“ sind derweil Marcel Emmerich (esTethik.media) und Miguel Fischer für das zeichnerische Layout.

Wen die CDU namentlich ins Rennen schickt für die nächste kommunale Wahlperiode, ist derweil noch offen. Im ersten Quartal 2021 soll die Parteiliste für den Rat abgestimmt und beschlossen werden. Auch der Unionskandidat für die Goslarer Oberbürgermeisterwahl soll dann nominiert werden. Dass dies wohl der Amtsinhaber Dr. Oliver Junk sein wird, ist ein offenes Geheimnis.

 
Foto von Sebastian Sowa, GZ, von links nach rechts:
Armin Nitsche, Marcel Emmerich und Miguel Fischer (Esthetik Media), Norbert Schecke, Pascal Bothe, Axel Bender

 

aktualisiert von Norbert Schecke, 30.10.2020, 17:26 Uhr