CDU Ratsfraktion Goslar
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01.07.2020, 14:06 Uhr
CDU bedauert real-Aus – Blick muss nach vorn gehen
Pressemitteilung und Ratsanfrage vom 30.06.2020
 
Mit großem Bedauern nimmt die CDU-Fraktion die Entscheidung zur Schließung des Goslarer real-Marktes an der Gutenbergstraße auf. „Das ist zuallererst für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Schlag. Wir sprechen daher allen unser Bedauern über diese Entscheidung aus. Das tut weh. Leider war die Schließung absehbar und Investitionen wurden immer wieder verschoben oder ganz unterlassen. Nach vielen Jahren der Hängepartie herrscht nun Gewissheit, aber das ist trotzdem eine traurige Nachricht“, sagt CDU-Fraktionschef Schecke. Anders als bei Karstadt sei hier jedoch kein Hoffnungsschimmer mehr am Horizont.
Man müsse nun den Blick nach vorne richten: „Wir glauben an den Standort. Eine attraktive Lage mit Fachmärkten drumherum braucht auch Einzelhandel. Die Nachfrage besteht. Ein Einkaufsmarkt ist für den Stadtteil Sudmerberg wichtig. Und man darf auch nicht vergessen, dass nicht nur ein Einzelhändler fehlt, sondern nun damit Post und Apotheke als wichtige Infrastruktur nicht mehr vor Ort sind, “ meint Pascal Bothe.
Die CDU-Fraktion bittet die Stadt Goslar daher um kurzfristige Gespräche mit dem Eigentümer des Grundstücks, um eine Nachfolgelösung zu finden. Der Bebauungsplan sehe hier derzeit eine klare Festlegung auf Handel vor. Man müsse nun ausloten, welche Vorstellungen auf allen Seiten herrschen. Auch die umliegenden Anlieger sollten einbezogen werden. „Das ganze Areal Gutenbergstraße braucht nun einen Masterplan – und das sollte nicht so lange dauern, wie vor einigen Jahren in Ohlhof“, findet Pascal Bothe. 
 
 
Anfrage: real-Einzelhandel Gutenbergstraße

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die angekündigte Schließung des real-Marktes an der Gutenbergstraße ist aus Sicht der CDU-Fraktion sehr zu bedauern, wenngleich dies kein unerwarteter Schritt ist. Vor allem für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist dies eine traurige Situation. Zugleich stellt dies eine Schwächung der Nahversorung - vor allem für den Stadtteil Sudmerberg - dar, da hiermit auch Apotheke, Tankstelle, Post und weitere, kleinere Geschäfte entfallen. Die CDU-Fraktion hat bereits nach der Ankündigung der Schließung des toom-Baumarktes die ganzheitliche Entwicklung des Areals „Gewerbegebiet Gutenbergstraße“ angeregt. Durch die Schließung des real-Marktes verliert das Gewerbegebiet einen weiteren Standort, den es zu füllen gilt. Einzelhandel und Nahversorung sind für den Stadtteil Sudmerberg an dieser Stelle von hoher Bedeutung. Gleichzeitig sollte dies Anlass bieten, die Planung des Gewerbegebiets, des Angebots und des Zuschnitts auch aus Sicht der Stadt Goslar zu planen und im Rahmen der Möglichkeiten steuernd einzugreifen. Vor allem die Diskussion um innenstadtrelevante Sortimente wurde des Öfteren geführt und gewinnt durch die Diskussion um den Goslarer Karstadt-Standort an aktueller Bedeutung. Da der real-Markt eine hohe Flächenanzahl auch an eben jenem Sortiment aufwies, sollte dies für eine künftige Bebauung diskutiert werden.

Für die CDU-Fraktion bitten wir um Beantwortung der folgenden Fragen:

1) Hat es bereits einen Austausch zwischen der Stadt Goslar und dem Grundstückseigentümer des Geländes in der Gutenbergstraße gegeben? Wenn ja, mit welchem Ergebnis? Gibt es einen verabredeten Zeitplan für weitere Schritte? Sind der Verwaltung Nachnutzungsmöglichkeiten oder Anfragen für eine solche bekannt?
2) Welche baurechtlichen Voraussetzungen gelten für das Grundstück (B-Plan)?
3) Welche Möglichkeiten der Nutzung ergeben sich konkret für das Grundstück nach jetziger Genehmigungslage? 
4) Besteht seitens der Stadt Goslar die Möglichkeit zur Beschränkung des Sortiments im Hinblick auf Innenstadtrelevanz?
5) Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung im Hinblick auf eine ganzheitliche Entwicklung und Vermarktung des Gewerbegebiets Gutenbergstraße (Max Bahr; Toom; Real)? Gibt es hier einen Austausch zwischen Stadt Goslar und den einzelnen Grundstückseigentümern?

Mit freundlichen Grüßen
Norbert Schecke, Pascal Bothe
 
aktualisiert von Norbert Schecke, 01.07.2020, 14:09 Uhr